Geräte-Lebensdauer-Rechner
Jedes Handy, jeder Laptop und jedes Tablet verlässt die Fabrik mit einem vollen CO₂-Rucksack — gepackt, bevor du das Gerät zum ersten Mal eingeschaltet hast. Der Rechner verteilt ihn auf deine echten Nutzungsjahre und vergleicht danach deine eigenen Kosten für Behalten und Ersetzen, ohne einen Marktpreis anzunehmen.
Geräte-Lebensdauer-Rechner
Nachhaltigkeit
Nur ein veränderbares Planungsszenario – drei Jahre sind ein neutraler Startwert, keine angenommene Geräte- oder Ersatzlebensdauer.
| Nutzungsjahre gesamt | kg CO₂ / Jahr |
|---|
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Wie lange sollte man ein Handy behalten? Solange das Gerät seinen Job macht
Ein Gerät startet nicht bei null, wenn du es einschaltest. Rohstoffe, Chips, Display und Montage haben schon einen Herstellungsrucksack gepackt. Dieser Rucksack ist bei deinem vorhandenen Gerät bereits da. Wenn du es weiter nutzt, verteilst du dieselbe Last auf mehr Jahre. Kaufst du ein Gerät derselben Klasse neu, kommt für den gewählten Zeitraum ein zweiter voller Rucksack hinzu.
Deshalb erfindet der Rechner kein ideales Tauschjahr. Er fragt nach dem Alter deines Geräts und danach, wie viele Jahre du es noch nutzen willst. Aus beidem entsteht der Nenner für den alten Rucksack. Ob ein Gerät praktisch weiterleben kann, entscheidest du getrennt: Erfüllt es deine Aufgaben? Lässt sich der Defekt beheben? Bekommt genau dieses Modell noch die Sicherheitsunterstützung, die du brauchst? Für die letzte Frage zählt nur die Supportseite des Herstellers für dein konkretes Modell, keine starre Frist in einem zeitlosen Rechner.
Wie viel CO₂ verursacht die Herstellung? 100 kg beim Smartphone, 300 kg beim Laptop
Die Geräteklassen nutzen veröffentlichte Referenzwerte. Das Öko-Institut nennt im Bericht „Digitaler CO₂-Fußabdruck“ für ein Smartphone 100 kg CO₂e Herstellung und 11,3 kWh Strom pro Jahr. Für ein Tablet setzt der Bericht 200 kg CO₂e und 1,5 kWh pro Jahr an. Desktop-PC und Monitor bilden gemeinsam eine Klasse: 435 kg CO₂e und 80 kWh pro Jahr.
Beim Laptop folgt das Tool der Öko-Institut-Studie zur Verlängerung der Nutzungsdauer für den vzbv: 300 kg CO₂e Herstellung und 30 kWh pro Jahr. Das sind gerundete Klassenwerte, keine Messung deines Modells. Ein sparsames Notebook, ein großer Gaming-Laptop und ein aufgerüsteter Bürorechner können davon abweichen. Der Rechner macht diese Unsicherheit sichtbar, indem er nicht so tut, als kenne er dein einzelnes Gerät.
| Geräteklasse | Herstellungsrucksack | Betrieb pro Jahr | Was du prüfen solltest |
|---|---|---|---|
| Smartphone | 100 kg CO₂e | 11,3 kWh | Modellbericht des Herstellers, falls vorhanden |
| Laptop | 300 kg CO₂e | 30 kWh | Eigene Leistungsaufnahme bei ungewöhnlich starker Hardware |
| Tablet | 200 kg CO₂e | 1,5 kWh | Produktbericht für Größe und Ausstattung |
| Desktop-PC + Monitor | 435 kg CO₂e | 80 kWh | Monitor mitrechnen; gemessenen Strombedarf danebenhalten |
| Dein konkretes Modell | Herstellerwert, falls belastbar veröffentlicht | Eigene Messung | Klassenwert als Referenz, nicht als Typenschild lesen |
CO₂-Rucksack berechnen: Alter plus gewählte Restjahre teilen die Herstellung
Die Formel für das Behalten ist bewusst kurz. Nenne den Herstellungsrucksack M, das bisherige Alter A, die gewählten Restjahre R, den Jahresstrom E und das Stromszenario G. Dann gilt:
Behalten pro Jahr = M ÷ (A + R) + (E × G) ÷ 1.000.
Das Stromszenario wird dabei von Gramm in Kilogramm CO₂e umgerechnet. Für G verwendet das Tool die Lebenszyklusmediane aus Tabelle A.III.2 im IPCC-Bericht: Onshore-Wind mit 11 g CO₂e/kWh, Gas-Kombikraftwerk mit 490 g CO₂e/kWh und Steinkohle mit 820 g CO₂e/kWh. Das sind wählbare Stromszenarien, keine Behauptung über deinen Vertrag oder den Strommix an deinem Wohnort.
Das Alter zählt, weil dein vorhandener Rucksack schon Nutzungsjahre gesammelt hat. Die Restjahre zählen, weil du planst, wie lange er weitergetragen wird. Die Tabelle im Rechner verlängert genau diesen Nenner Jahr für Jahr. Sie behauptet nicht, das Gerät werde sicher so lange halten. Sie zeigt, was jedes weitere Jahr rechnerisch mit derselben bereits angefallenen Herstellungslast macht.
Gleicher Zeitraum: Gerät behalten oder mit derselben Geräteklasse neu starten?
Ein fairer Vergleich braucht denselben Blick nach vorn. Wenn du dein Gerät noch R Jahre behältst, wird der alte Rucksack auf A plus R Jahre verteilt. Wenn du heute mit derselben Geräteklasse neu startest, wird ein voller neuer Rucksack nur auf R Jahre verteilt:
Neustart pro Jahr = M ÷ R + (E × G) ÷ 1.000.
Mehrlast pro Jahr = Neustart minus Behalten = M ÷ R − M ÷ (A + R).
Beide Seiten tragen dieselbe jährliche Betriebslast. Darum kürzt sie sich aus der Mehrlast heraus. Der Strompfad verändert die angezeigten Jahreswerte, aber nicht den Abstand zwischen Behalten und Neustart. Das Modell nimmt weder eine Effizienzsteigerung noch eine eigene Ersatzlebensdauer an. Es baut auch keinen Refurbished-Faktor und keinen CO₂-Break-even ein. Der Vergleich beantwortet nur eine saubere Frage: Wie verteilt sich der belegte Produktionsrucksack derselben Geräteklasse über denselben künftigen Zeitraum?
| Szenario | Behalten | Neustart | Was sich wirklich ändert |
|---|---|---|---|
| Junges Handy, das noch alles Nötige kann | M ÷ (A + R) + Betrieb | M ÷ R + Betrieb | Der vorhandene Rucksack nutzt vergangene und künftige Jahre |
| Älteres Handy mit echtem Akkuangebot | Angebot ÷ R auf der Geldseite | Ersatzpreis ÷ R auf der Geldseite | Der CO₂-Vergleich bleibt bei den belegten Klassenwerten |
| Laptop mit einem klaren, reparierbaren Fehler | M ÷ (A + R) + Betrieb | M ÷ R + Betrieb | Ein einzelnes Bauteil erzeugt keinen erfundenen Effizienzgewinn |
| Tablet als zweiter Bildschirm im Haushalt | Alle bisherigen Jahre + R | Nur R | Weitere echte Nutzung verteilt denselben Tablet-Rucksack |
| Mehr Restjahre gewählt | Größerer Gesamtnenner | Größerer Restjahresnenner | Beide Jahreswerte sinken; der Zeitraum bleibt identisch |
| Anderes Stromszenario | Neue gleiche Betriebslast | Neue gleiche Betriebslast | Der Abstand der Produktionsrucksäcke bleibt gleich |
| Reparatur geplant | Eigenes Angebot ÷ R | Eigener Ersatzpreis ÷ R | Nur die Geldseite ändert sich |
| Keine Preise eingetragen | Hinweis statt Schätzung | Hinweis statt Schätzung | Der Rechner setzt keinen Marktpreis ein |
Was bringt jedes weitere Jahr für den CO₂-Rucksack?
Jedes weitere Jahr vergrößert bei deinem vorhandenen Gerät den Ausdruck A + R. Der Rucksack wird dadurch pro Jahr leichter, ohne dass die Vergangenheit umgeschrieben wird. Das ist keine CO₂-Gutschrift. Die Herstellung ist nicht verschwunden. Du verteilst sie nur auf mehr tatsächliche Nutzung.
Genau hier trennt sich dieses Tool vom Rechner für den digitalen CO₂-Fußabdruck. Dort geht es um Streaming, Cloud, Netze und laufende Geräte. Hier geht es um das Stück, das vor der ersten Nutzung angefallen ist, plus den belegten Jahresstrom der Geräteklasse. Wer beide Ebenen vermischt, rechnet schnell denselben Strom doppelt oder schreibt dem Neukauf eine nicht belegte Effizienz gut.
Eigene Kosten für Behalten und Ersetzen: Reparaturangebot gegen echten Ersatzpreis
Auf der Geldseite gibt es absichtlich keinen Gerätepreis aus einer Marktstudie. Du trägst bei Behalten die Ausgaben ein, die du in den gewählten Restjahren wirklich erwartest: zum Beispiel das konkrete Angebot einer Werkstatt, ein Ersatzteil oder eine bereits geplante Aufrüstung. Bei Ersetzen gehört der Preis hinein, den du für die konkrete Alternative tatsächlich zahlen würdest.
Beide Felder starten bei null und zeigen bis zu deiner Eingabe einen Hinweis. Danach teilt der Rechner beide Beträge durch dieselben Restjahre. So vergleichst du nicht irgendeinen Durchschnitt mit deinem echten Angebot. Zubehör, Verkaufserlös, Finanzierung und laufende Verträge gehören nur dann in deine Eingabe, wenn sie für deine Entscheidung wirklich zusätzlich anfallen.
Wenn die jährliche Differenz in deinem Alltag frei wird, kannst du sie im Zinseszinsrechner mit deinem eigenen Zeitraum und deiner eigenen Annahme weiterdenken. Auch dort ist der sinnvolle Startwert deine echte Zahl, nicht ein fest eingebautes Beispiel.
Akku tauschen oder neues Handy kaufen?
Ein schwacher Akku ist zunächst ein Bauteilfehler, kein Beweis für ein totes Handy. Lass den Zustand prüfen und hole ein modellbezogenes Angebot ein. Dann trägst du die gesamte Reparatursumme bei Behalten ein und den Preis des Geräts, das du wirklich erwägst, bei Ersetzen. Für beide gilt derselbe Restzeitraum.
Die CO₂-Seite addiert keinen pauschalen Akku-Rucksack. Akku, Display, Hauptplatine und Speicher sind nicht dieselbe Reparatur. Ohne belegten Wert für das konkrete Teil würde eine feste Reparaturzahl nur Genauigkeit vorspielen.
Wann sollte ich einen Laptop ersetzen?
Ersetzen ist sachlich, wenn der Laptop eine notwendige Aufgabe nicht mehr sicher oder zuverlässig erfüllt und eine passende Reparatur oder Aufrüstung das Problem nicht löst. Prüfe vor der Entscheidung den Engpass: Akku, Speicher, Arbeitsspeicher, Kühlung, Display, Anschlüsse oder Prozessor. Erst die Diagnose macht die gewählten Restjahre ehrlich.
Prüfe außerdem auf der Supportseite des Herstellers die genaue Modellbezeichnung. Der Rechner kennt weder deine benötigte Software noch das Sicherheitsniveau deiner Arbeit. Er zeigt den Rucksackvergleich; er fordert dich nicht auf, einen harten technischen oder sicherheitsbezogenen Bedarf zu ignorieren.
Handy oder Laptop reparieren oder neu kaufen? Diese Fehler verfälschen den Vergleich
❌ Den bisherigen Kaufpreis als heutige Ausgabe rechnen
Problem: Das Geld ist bereits geflossen. Es beantwortet nicht, welche Kosten ab heute noch entstehen.
✅ Lösung: Beim Behalten nur dein echtes Reparaturangebot und weitere tatsächlich erwartete Ausgaben eintragen.
❌ Einen beliebigen Marktpreis als Ersatzpreis übernehmen
Problem: Ein Durchschnitt kennt weder das Modell noch den Händler, den du gerade vergleichst.
✅ Lösung: Den Preis der konkreten Ersatzoption eintragen, die du tatsächlich erwägst.
❌ Behalten und Neustart über verschiedene Zeiträume vergleichen
Problem: Dann kommt der Unterschied aus zwei Nennern statt aus zwei Entscheidungen.
✅ Lösung: Für Geld und CO₂ dieselben gewählten Restjahre verwenden.
❌ Ein sparsameres Ersatzgerät hineinphantasieren
Problem: Ohne konkreten Messwert entsteht eine unbelegte Effizienzannahme.
✅ Lösung: Beide Varianten mit derselben Betriebslast der Geräteklasse vergleichen. Abweichende Modelle separat messen.
❌ Refurbished pauschal mit einem festen CO₂-Faktor ansetzen
Problem: Getauschte Teile, Transport, Aufbereitung und Bilanzgrenzen unterscheiden sich.
✅ Lösung: Auf der CO₂-Seite beim belegten Referenzfall bleiben und ein konkretes Produkt nur mit einer belastbaren Produktbilanz abweichend bewerten.
❌ Eine allgemeine Updatefrist auf jedes Modell übertragen
Problem: Modell, Region und Unterstützungsart können sich unterscheiden.
✅ Lösung: Die Supportseite des Herstellers für die genaue Modellbezeichnung prüfen, bevor fehlende Sicherheitsunterstützung zum Tauschgrund wird.
Häufige Fragen zur Geräte-Lebensdauer
Der Rechner gehört zur Übersicht zur digitalen Nachhaltigkeit. Den größeren Rahmen findest du in der Nachhaltigkeits-Übersicht; die Startseite führt zu allen Rechnern.
Die Werte sind gerundete Referenzen aus veröffentlichten Ökobilanzen, keine Messung deines Modells. Der Rechner vergleicht dieselbe Geräteklasse, dieselbe Betriebslast und denselben künftigen Zeitraum. Reparaturteile, Wiederverkauf und Produktunterschiede werden nur berücksichtigt, wenn du sie mit belastbaren Daten außerhalb dieses Klassenvergleichs ergänzt.